Siegfried Seidel
Landschaftsgärtner
(Listenplatz 5)
Sozial-ökologisch-emanzipatorisch-progressiv.
Warum Kommunalpolitik?
Kommunalpolitik hat sich neben der Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit zu einem wichtigen Pfeiler linker Politik entwickelt.
Mehrere tausend Mitglieder der Linken sind mittlerweile ehrenamtlich in kommunalen Parlamenten tätig. Ich selbst war zehn Jahre Mitglied im Stadtbezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt (2006–2016), zwölf Jahre im Integrationsbeirat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt (2009–2021) und fünf Jahre im Eilenriede-Beirat (2017–2021).
Die Kommunalpolitik ist meiner Meinung nach ein wichtiges Standbein der Linken in der Gesellschaft. Hier kämpfen wir gemeinsam gegen Faschismus, Rassismus und Homophobie sowie für bezahlbare Mieten und ein Leben ohne finanzielle Sorgen.
Ob es um den Erhalt von Stadtteilbibliotheken, die Einrichtung von Zebrastreifen, die Umwandlung von Ein-Euro-Jobs in ordentliche Arbeitsverhältnisse, den Erhalt der Kinder- und Jugendarbeit, die Abschaffung von Essensgeld in Kindertagesstätten oder den Einsatz gegen Privatisierungen geht – als Kommunalpolitiker:innen kümmern wir uns um die Sorgen der Menschen.
In der Kommunalpolitik arbeiten wir einerseits daran, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort gegen kapitalistische Interessen zu verteidigen, und entwickeln andererseits Ansätze für eine andere, eine sozialistische Gesellschaftsstruktur.
Die Demokratie muss demokratisiert werden. Die direkte Partizipation und Mobilisierung der Bürger:innen muss gefördert werden, etwa durch Bürger:innenbegehren oder Stadtteilinitiativen. So werden die Menschen befähigt, ihre Probleme selbst in die Hand zu nehmen.
Das heißt auch, Genossenschaften und selbstverwaltete Projekte zu fördern. Auch ein Bürgerhaushalt gehört für mich dazu.
Kulturpolitik
Neben meiner Lohnarbeit als Landschaftsgärtner und meiner Betriebsratsarbeit bei der Üstra ist die Kulturpolitik ein wichtiger Teil meines Lebens. Nicht nur als Radiomoderator, sondern auch als DJ.
Leider werden die Bedingungen für alternative Clubs und Theater in Hannover immer schlechter. Dies muss sich ändern. Auch diesen Einrichtungen möchte ich eine Stimme bieten.
Der Besuch von Kultureinrichtungen darf nicht vom Geldbeutel abhängig sein. „Kultur für alle Menschen” ist mein Motto.
ÖPNV und Ökologie sind mir zusätzlich auch noch ein starkes Anliegen.
Das heißt, mir ist der Ausbau des ÖPNV und der Umweltschutz ein großes Anliegen. Das bedeutet für mich konkret, dass in Hannover mehr Straßenbäume gepflanzt werden sollten, um die Stadt abzukühlen. Mehr diverse Grünflächen für die Artenvielfalt.
Kurz gesagt: Ich möchte eine lebenswerte Stadt für alle.

