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Stadtbezirksratssitzung am 07.02.2019

DIE LINKE. Fraktion im Stadtbezirksrat Buchholz-Kleefeld bringt in die Stadtbezirksratssitzung am 07.02.2019 ab 18:30 Uhr in der Heinrich - Ernst - Stötzner - Schule (Mehrzweckraum), Neue - Land - Straße 27, 30655 Hannover eine Resolution zu dem geplanten Neubau der MHH ein. Hier fordert DIE LINKE. eine nachhaltige Lösung auf der Bestandsfläche zu realisieren und von dem bislang favorisierten Standort auf den Kleingartenflächen westlich des Stadtffelddamms insbesondere aus ökologischen Gründen Abstand zu nehmen.

In einer Presseinformation am 17.12.2018 hat sich bereits der Umweltverband BUND für den Neubau auf dem Gelände der MHH an der Karl-Wiechert-Allee ausgesprochen.

Auch eine Anfrage zu der ehemaligen Kolonie Niedersachsen an der Lathusenstraße soll die Öffentlichkeit über den bisherigen Verlust von Kleingärten im Stadtbezirk informieren.


Hannover, 24.1.2019

Antrag gemäß §§10 und 32 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover

Resolution: MHH nachhaltig erweitern - Kleingärten erhalten!

Der Stadtbezirksrat möge folgende Resolution beschließen:

Der Stadtbezirksrat Buchholz-Kleefeld fordert das Präsidium der Medizinischen Hochschule und das zuständige Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur auf, von dem bislang favorisierten Standort für den geplanten Neubau der MHH-Zentralklinik auf den bisherigen Kleingartenflächen westlich des Stadtfelddamms insbesondere aus ökologischen Gründen Abstand zu nehmen.

Sie werden aufgefordert, gemeinsam mit dem ebenfalls involvierten Wissenschaftlichen Beirat eine nachhaltige Lösung für den Neubau auf der Bestandsfläche der MHH zwischen derzeitigem Bettenhaus und der Karl-Wiechert-Allee zu entwickeln und die neue MHH-Zentralklinik schließlich dort zu errichten.

Die Planungen hierzu sind der Öffentlichkeit vorzustellen, sobald sie vorliegen.

Begründung:

In dem Leitbild der MHH findet sich im Abschnitt „Humanität und Verantwortung bestimmen unser Handeln“ ein wichtiger, orientierender Satz, der da lautet: „Wir achten unsere Umwelt und tragen zu deren Erhalt bei.“ Dieses Leitbild soll laut der Präambel das Handeln der Studierenden und aller anderen Personen, die der MHH verbunden sind und an ihrem Erfolg mitarbeiten, bestimmen.

Der Verlust von vielen Hektar Kleingartenfläche ist aus ökologischen Gründen verantwortungslos und bei intelligenter und nachhaltiger Planung auch nicht nötig. Bei einer Überbauung des bestehenden Parkplatzes könnte zudem ein repräsentativer Eingangsbereich zur Karl-Wiechert-Allee hin geschaffen werden. Auch ein direkter Anschluss des Neubaus an die Straßenbahnhaltestelle wäre denkbar.

Hannover weist laut einer Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer (GDV) bereits einen sehr hohen Versiegelungsgrad von etwa 42,6 Prozent der Gesamtfläche auf. Hier muss aus ökologischen Gründen dringend entgegengesteuert werden, was bei diesem Neubauprojekt zudem auch noch gut möglich ist.

Im Kleingartenkonzept 2016 - 2025 wird auf die wichtige ökologische Pufferfunktion von Kleingartenflächen und als Kaltluft-Liefergebiet hingewiesen. Mit der Erweiterung der MHH südwestlich vom Stadtfelddamm würden 126.349m² Kleingartenflächen entfallen.

Darüber hinaus würden mit der Erweiterung des Medical Park bei der MHH 52.442m² und mit den geplanten Wohnbauflächen nördlich der Lathusenstraße 59.356m², an der Schweriner Straße 35.897m² und südlich des Klaus-Bahlsen-Weges 36.075m² als Kleingartenflächen wegfallen. So verlieren diese Flächen aber auch die genannte, wichtige klimatische Funktion und auch die Grundwasserbildung im nördlichen Kleefeld wird nachhaltig gestört. Dies kann unmittelbar auch Auswirkungen auf die Eilenriede haben. Daher ist ein Umdenken bei diesen Planungen mehr als angezeigt.


Hannover, 24.1.2019

Anfrage gemäß §§14 und 32 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover

Bisherige Umsetzung des Kleingartenkonzeptes am Beispiel der Kolonie Niedersachsen

Im Rahmen der Errichtung von festen Unterkünften / Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen wurde die Kolonie Niedersachsen an der Lathusenstraße aufgelöst und zur Bebauung für eine Wohnanlage der Zusatzversorgungskasse freigemacht (siehe Bebauungsplan Nr. 1788 - Lathusenstraße Nord).

Dazu frage ich die Verwaltung:

  1. Wie viele Kleingärten sind bisher als Ausgleich durch den Wegfall der Kolonie Niedersachsen an der Lathusenstraße im Rahmen des Kleingartenkonzept 2025 an anderer Stelle im Stadtbezirk / im Stadtgebiet neu geschaffen worden?
  2. Wie vielen bisherigen Pächtern dieser Kolonie konnten Ersatzgärten angeboten werden und wurden diese auch angenommen?
  3. Wie hoch wurden die Pächter jeweils entschädigt und welche Gesamtkosten kamen so zusammen?

Termine


Stadtbezirksratssitzung am 07.02.2019

DIE LINKE. Fraktion im Stadtbezirksrat Buchholz-Kleefeld bringt in die Stadtbezirksratssitzung am 07.02.2019 ab 18:30 Uhr in der Heinrich - Ernst - Stötzner - Schule (Mehrzweckraum), Neue - Land - Straße 27, 30655 Hannover eine Resolution zu dem geplanten Neubau der MHH ein. Hier fordert DIE LINKE. eine nachhaltige Lösung auf der Bestandsfläche zu realisieren und von dem bislang favorisierten Standort auf den Kleingartenflächen westlich des Stadtffelddamms insbesondere aus ökologischen Gründen Abstand zu nehmen.

In einer Presseinformation am 17.12.2018 hat sich bereits der Umweltverband BUND für den Neubau auf dem Gelände der MHH an der Karl-Wiechert-Allee ausgesprochen.

Auch eine Anfrage zu der ehemaligen Kolonie Niedersachsen an der Lathusenstraße soll die Öffentlichkeit über den bisherigen Verlust von Kleingärten im Stadtbezirk informieren.


Hannover, 24.1.2019

Antrag gemäß §§10 und 32 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover

Resolution: MHH nachhaltig erweitern - Kleingärten erhalten!

Der Stadtbezirksrat möge folgende Resolution beschließen:

Der Stadtbezirksrat Buchholz-Kleefeld fordert das Präsidium der Medizinischen Hochschule und das zuständige Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur auf, von dem bislang favorisierten Standort für den geplanten Neubau der MHH-Zentralklinik auf den bisherigen Kleingartenflächen westlich des Stadtfelddamms insbesondere aus ökologischen Gründen Abstand zu nehmen.

Sie werden aufgefordert, gemeinsam mit dem ebenfalls involvierten Wissenschaftlichen Beirat eine nachhaltige Lösung für den Neubau auf der Bestandsfläche der MHH zwischen derzeitigem Bettenhaus und der Karl-Wiechert-Allee zu entwickeln und die neue MHH-Zentralklinik schließlich dort zu errichten.

Die Planungen hierzu sind der Öffentlichkeit vorzustellen, sobald sie vorliegen.

Begründung:

In dem Leitbild der MHH findet sich im Abschnitt „Humanität und Verantwortung bestimmen unser Handeln“ ein wichtiger, orientierender Satz, der da lautet: „Wir achten unsere Umwelt und tragen zu deren Erhalt bei.“ Dieses Leitbild soll laut der Präambel das Handeln der Studierenden und aller anderen Personen, die der MHH verbunden sind und an ihrem Erfolg mitarbeiten, bestimmen.

Der Verlust von vielen Hektar Kleingartenfläche ist aus ökologischen Gründen verantwortungslos und bei intelligenter und nachhaltiger Planung auch nicht nötig. Bei einer Überbauung des bestehenden Parkplatzes könnte zudem ein repräsentativer Eingangsbereich zur Karl-Wiechert-Allee hin geschaffen werden. Auch ein direkter Anschluss des Neubaus an die Straßenbahnhaltestelle wäre denkbar.

Hannover weist laut einer Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer (GDV) bereits einen sehr hohen Versiegelungsgrad von etwa 42,6 Prozent der Gesamtfläche auf. Hier muss aus ökologischen Gründen dringend entgegengesteuert werden, was bei diesem Neubauprojekt zudem auch noch gut möglich ist.

Im Kleingartenkonzept 2016 - 2025 wird auf die wichtige ökologische Pufferfunktion von Kleingartenflächen und als Kaltluft-Liefergebiet hingewiesen. Mit der Erweiterung der MHH südwestlich vom Stadtfelddamm würden 126.349m² Kleingartenflächen entfallen.

Darüber hinaus würden mit der Erweiterung des Medical Park bei der MHH 52.442m² und mit den geplanten Wohnbauflächen nördlich der Lathusenstraße 59.356m², an der Schweriner Straße 35.897m² und südlich des Klaus-Bahlsen-Weges 36.075m² als Kleingartenflächen wegfallen. So verlieren diese Flächen aber auch die genannte, wichtige klimatische Funktion und auch die Grundwasserbildung im nördlichen Kleefeld wird nachhaltig gestört. Dies kann unmittelbar auch Auswirkungen auf die Eilenriede haben. Daher ist ein Umdenken bei diesen Planungen mehr als angezeigt.


Hannover, 24.1.2019

Anfrage gemäß §§14 und 32 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover

Bisherige Umsetzung des Kleingartenkonzeptes am Beispiel der Kolonie Niedersachsen

Im Rahmen der Errichtung von festen Unterkünften / Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen wurde die Kolonie Niedersachsen an der Lathusenstraße aufgelöst und zur Bebauung für eine Wohnanlage der Zusatzversorgungskasse freigemacht (siehe Bebauungsplan Nr. 1788 - Lathusenstraße Nord).

Dazu frage ich die Verwaltung:

  1. Wie viele Kleingärten sind bisher als Ausgleich durch den Wegfall der Kolonie Niedersachsen an der Lathusenstraße im Rahmen des Kleingartenkonzept 2025 an anderer Stelle im Stadtbezirk / im Stadtgebiet neu geschaffen worden?
  2. Wie vielen bisherigen Pächtern dieser Kolonie konnten Ersatzgärten angeboten werden und wurden diese auch angenommen?
  3. Wie hoch wurden die Pächter jeweils entschädigt und welche Gesamtkosten kamen so zusammen?